"Neue Maßstäbe gesetzt"
In großen Behältern mit Rührwerk erfolgt die Kristallisation und Sedimentation der Pharmawirkstoffe welche anschließend in einer Zentrifuge mechanisch gewaschen und getrocknet werden. Die feuchten Wirkstoffkristalle werden in einem Pufferbehälter mit Auflockerungsdüsen gesammelt und von dort mittels eines pneumatischen Senders als Feuchtprodukt in den Konustrockner geschickt. Nachdem die mechanisch und thermisch sensiblen Wirkstoffe unter Zuhilfenahme einer beheizten Mischschnecke schonend getrocknet wurden, werden sie über ein beheiztes Kugel-Segment-Ventil in eine Siebmühle ausgetragen und dort in Grob- und Feinfraktion getrennt.
Ein auf den Trockner aufgesetzter Staubfilter mit Metall-Gewebekerzen hält Staubpartikel im Trockner zurück und wird mittels gesteuerter Rückstoßreinigung bei Bedarf mechanisch abgeblasen. In einer staubarmen Abfüllanlage werden die in den Kristallisationsprozess rückgeführten Grobpartikel und die als homogene Feinfraktion weiter verarbeiteten Wirkstoffe in Fässer mit Inliner abgefüllt. Der Trockner wird über eine Heiz-/ Kühlanlage mittels eines dampf- und Kaltwasser gespeisten Sekundärkreislaufs beheizt bzw. gekühlt.
Über eine Vakuumanlage mit geschlossener Flüssigkeitsringpumpe wird der für die schonende Trocknung erforderliche Unterdruck erzeugt. Beide Versorgungseinheiten sind als vollständig elektrisch und pneumatisch vor-installierte Einheiten ausgeführt und in einem offen zugänglichen Gestell untergebracht. Die Lösemittelrückgewinnung zur vollständigen und geschlossenen Zurückführung des Kondensats ist platzsparend im Vakuumstand untergebracht. Eine mittels Passwort gesicherte Prozesssteuerung mit Visualisierung und Datenspeicherung übernimmt die validierte Steuerung aller Anlagenkomponenten, Schnittstellenprobleme und Stillstandszeiten sind damit vollständig eliminiert.
Die technischen Besonderheiten der Trocknungsanlage sind sicherlich die pneumatische Befüllung des Trockner mit noch feuchten Wirkstoffen, die Nutzung einer beheizten Mischschnecke um Beläge an der Schnecke zu verhindern und die Trocknung bei geringen Temperaturen zu beschleunigen, eine beheiztes und isoliertes Austragsventil, eine integrierte Reinigung des Trockners mittels CIP-Reinigung und Rück-Destillation, eine sterile Ausführung mit Sonderdichtungen sowie eine durchgängige Überwachung der Produktqualität. Ergänzt wird die Trocknungsanlage um einen neben dem Trockner installierten Konusmischer, welcher bei Bedarf mehrere Kleinchargen entsprechend homogenisieren kann.
